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Seite 8 von 8 „Geh auf deinen Platz!“ Ihre barsche Aufforderung riss ihn aus den Gedanken. Am Hintern fühle er keinen Schmerz, nur diese angenehme, erregende Wärme, die sich ausbreitete. Sie beobachtete ihn, erfreute sich an seinem Verhalten, an seinem Stöhnen, seiner Unsicherheit.
Er eilte zum großen schwarzen Sessel und kniete davor nieder. Die Hände, kurz wieder falsch aufgelegt, drehte er ohne Aufforderung sofort wieder um und senkte den Kopf. Das Halsband störte ihn dabei ein wenig – obwohl, er empfand es mehr als Schmuck, er durfte es tragen, sie nutzte es, ihn zu führen. Richard war irgendwie beseelt, erfüllt und erwartungsfroh.
Sie trat zu ihm, betrachtete ihn kurz und ließ sich auf ihrem Sessel nieder. „Lass uns weiter sprechen. Diesmal antwortest du in ganzen Sätzen.“ Sie überlegte kurz und sagte dann: „Hast du das verstanden?“ – „Ja, das habe ich verstanden“, antwortete Richard. „Gut!“ lobte sie ihn. „Wir reden über diese ersten Hiebe, die du eben erhalten hast. Sie waren nur der Anfang, das weißt du.“ Ihre Pause im Sprechen deutet er als Aufforderung zum Antworten und so sagte er: „Ja, das habe ich verstanden.“ – „Ich hatte keine Frage gestellt!“ sagte sie ärgerlich. „Antworte nur, wenn du etwas gefragt wirst.“ Richard verharrte still. Sein Kopf fiel noch etwas tiefer auf die Brust. „Am Anfang hast du versucht, meinen Hieben auszuweichen. Kannst du dich dran erinnern?“ Oh ja, das konnte er gut, wenn er es nun auch nicht mehr recht verstand. Die ersten Schläge waren wirklich nicht fest gewesen. Die letzten eben waren schlimmer… „Ja, ich kann mich daran erinnern.“ Er wirkte sehr ruhig. „Das war dir nicht erlaubt. Es war auch nicht befohlen. Du darfst nur das machen, was du gesagt bekommst.“ Sie fasste die Schlaufe seines Halsbandes und zog seinen Kopf näher an sich heran. „Schau mich an!“ befahl sie und er sah zu ihr auf. „Bei mir kannst du lernen, Strafen anzunehmen. Willst du das?“ Im Augenblick wusste er gar nicht, was das zu bedeuten hatte. Aber konnte er in seiner Situation über irgendwas diskutieren? Nachfragen? „Ja, ich will das.“ – „Was willst du?“ fragt die leise nach und zog ihn noch dichter an sich heran. „Ich will lernen, meine Strafen anzunehmen.“ Sie nickte ihm zu und ließ die Schlaufe los.
Richard kniete wieder, seine Hände ruhten wieder offen auf seinen gespreizten Oberschenkel und sein Kopf senkte sich langsam wieder. Er gab sich der Situation hin. Jetzt gehörte er ihr.
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