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Geschrieben von Pat   
Montag, 16. April 2007
Beitragsinhalt
Fortbildung
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Samstagmorgen:
Richard vor dem Kleiderschrank. "Gute alte Zeit", murmelt er, "da kann ich nicht in der Jeans hin." Schwarze Hose, weißes Hemd und Binder, das helle Sakko. Die Schuhe glänzen, er fegt sich die Flusen vom Jacket. Den Seitenscheitel ordentlich links; Richard tritt einen Schritt zurück. "So, siehst doch ganz gut aus!" Er macht sich Mut, war aber nicht sonderlich sicher. "Grade stehen!" herrscht er sich an. "Bauch rein..." ÜBUNG MACHT DEN MEISTER dachte er.

Beim Abschließen merkt er, dass er den Beleg liegen gelassen hat: "Warum bin ich nur so vergesslich...?"

Straße und Haus sind schnell gefunden, das Haus steht ein wenig abseits, eine große Treppe führt zu breiten Haustür. da Richard noch Zeit hat, steckt er sich schnell noch eine Zigarette an und geht etwas unsicher am Auto hin und her. Das man ihn beobachtet, merkt er nicht.
Plötzlich ging die Tür auf und ein Mann stolperte hinaus. Das Hemd hing über der Hose, seine Jacke hatte er in der Hand, die Haare flogen um den Kopf... aber er strahlte. Ja, er strahlte! "Danke nochmal!" rief er in Richtung der bereits wieder geschlossenen Tür und winkte auch Richard freundlich zu, bevor er schnellen Schrittes verschwand.
"Merkwürdig!" dachte sich Richard und rauchte ein wenig schneller. Dann trat er die Zigarette auf dem Trottoir aus.

Die Tür öffnete sich ein weiteres Mal, ein Mann in dunkler Kleidung stand im Rahmen und sagte sehr laut: "Herr Richard Schneider? Bitte kommen Sie!" drehte sich um und ging ins Haus.

Richard sprang fast hinterher, denn das war keine freundliche Einladung, das war ein Befehl. Kaum einen Fuß über der Schwelle hörte er: "Schließen Sie die Tür!" Noch bevor er sich umgesehen hatte, kam er diesem nächsten Befehl nach.
Freudig drehte er sich herum -

Richard stand im düsteren Foyer. Zwei Männer in Schwarz standen links und rechts von ihm und sahen ihn an. "Folgen Sie uns!" Sie führten in in einen Raum, der nur als Vorraum fungierte. Dort stand nur ein Stuhl und ein Garderobenständer. Die Männer postierten sich neben der wieder geschlossenen Tür und warteten. Richard sah sich um und fühlte sich nicht sonderlich wohl. Irgendwie war das eine merkwürdige Situation.

"Setzen Sie sich!" befahl einer der beiden Männer und zeigte auf den Stuhl. "Und vorher hängen Sie ihre Jacke an den Ständen!" Richard kam den Befehlen nach, nahm den Autoschlüssel in die Hosentasche und fummelte nach der Bescheinigung, mit der er belegen konnte, dass er bezahlt hatte.  Dann setzte er sich.

Da saß er nun.

Mitten in diesem Zimmer. Die Augen der beiden Männer lagen auf ihm, er spürte es regelrecht.

Was sollte er hier? Warten, klar. Aber auf was?
Was würde nun geschehen? Was geschah, war, dass er schweißnasse Hände bekam. Ihm wurde sehr warm. Er fühlte sich schrecklich unwohl.

Irgendwoher kannte er diese Situation - ...



Letzte Aktualisierung ( Freitag, 15. August 2008 )
 
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