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Selbstdarstellung im Internet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Federball   
Sonntag, 15. März 2009

Man ist im Internet weder absolut anonym mehr, noch kann man die Menschen am anderen Ende der Leitung so richtig einschätzen. Das ist auf der einen Seite recht spannend, auf der anderen Seite sind aber auch ein paar Vorsichtsmaßnahmen ratsam.

Pseudonym/Künstlername/Nickname

Es hat sich im Internet im privaten Bereich eingebürgert, eher mit Pseudonymen, als mit dem wirklichen Namen zu arbeiten, sogenannten „Nicknames". Such Dir einen schönen Künstlernamen aus, der Deine Persönlichkeit gut zur Geltung bringt. Einige hängen an ihrem Nick noch zusätzliche Informationen an. „Rüdiger43Kleinkleckersdorf.suche_sie_liege.gerne.unten" mag zwar einerseits die Basisinformationen rüberbringen, wirkt aber auf der anderen Seite etwas sperrig und mit der Tür ins Haus fallend. Wenn schon Zusatzinformationen, dann lieber etwas sparsamer. Auf die Gebote des guten Geschmacks nimmt man natürlich Rücksicht. Das gilt auch für Dich „Nasenpoplerschorsch"! Kurz, informativ und leicht zu merken, das sind die idealen Nicks. Schön ist es auch, wenn der Nick noch nicht zu abgegriffen ist. Es gibt auf SM und Fetischseiten tausende Nicks mit den Bestandteilen „O","Dom","Sub","dev","Sklave","HerrXY", aber weniger Rüdigers. Originalität sticht.

Das Profil

Internetseiten geben oft die Möglichkeit kleine Texte anzulegen. Sieh diese sogenannten „Profile" am besten als Internetgegenstück zur Visitenkarte. Die einzelnen Seiten bieten oft viele Möglichkeiten Angaben zum Ankreuzen, Textfelder, Bilder ja sogar Videobotschaften und und und. Über ein paar Dinge solltest Du Dir jedoch Gedanken machen, bevor Du ein solches Profil ins Internet stellst. Gehe sicherheitshalber davon aus, dass alles was Du ins Internet stellst öffentlich ist. Seitenbetreiber bauen gewisse Hürden auf, aber diese sind keine Garantie dafür, dass Du nicht mal in unangenehmer Weise mit dem Inhalt Deines Profils konfrontiert werden könntest. Auch Geschäftskollegen und der/die vergrämte Ex sind im Internet unterwegs. Bewahre Dir also Deine Privatsphäre und stelle nur das rein zu dem Du auch Dritten gegenüber stehen kannst. Mach Dir auch Gedanken, wie Deine Persönlichkeit am besten rüberkommt. Ein kurzer Text sagt viel mehr über eine Person aus, als viele angekreuzte Vorlieben. Würdest Du Tippfehler auf Deiner Visitenkarte haben wollen? Nein – aber seltsamerweise merkt man vielen Profilen im Internet an, dass sie sehr oberflächlich gemacht wurden. Du hast alle Zeit der Welt für Dein Profil. Nimm Dir einen verregneten Nachmittag und setze in Ruhe etwas auf und feile etwas daran. Du wirst sehen, die Mühe lohnt sich, wenn Du durch Qualität überzeugst und man wird Dich auch öfter anschreiben. Wie beim Nicknamen gilt auch hier: Kurze und originelle Sachen liest man gerne. Mache etwas eigenes und kopiere nicht einfach. Die üblichen Sprüche, Gedichte, SM-Philosophien sind tausende Male kopiert worden. Damit kannst Du Dich nun wirklich nicht mehr von der Masse abheben.

Fotos

Die Frage, ob man im Internet Gesicht zeigen soll scheidet die Geister. Auf der einen Seite haben Inserate und Profile mit Gesichtsfoto klare Vorteile gegenüber denen ohne Foto. Auf der anderen Seite wirst Du wiedererkannt. Deine Nachbarschaft ist auf den Seiten unterwegs, machen wir uns in diesem Punkt nichts vor. Wenn Du kein Gesichtsfoto ins Profil oder Inserat stellen möchtest gibt es mehrere Möglichkeiten. Man nimmt ein passendes neutrales Foto, wie wäre es zum Beispiel, wenn Du etwas Künstlerisches erstellst? Manche stellen ein Foto rein, auf dem sie unkenntlich gemacht sind. Das ist nur eine Notlösung und macht meist einen schlechteren Eindruck als gar kein Foto. Was stilistisch noch einigermaßen gut aussieht ist eine schwarze Augenbinde bei entsprechender Vorliebe. Rücken kann auch entzücken, wenn der Hintergrund stimmt. Geschlechtsmerkmale – Brüste, Po, Genitalien werden oft ins Internet gestellt und sind häufig Gesprächsthema auf Stammtischen. Die allermeisten bewerten solche Bilder eher als anzüglich und negativ. Vielleicht erregend, aber bei der Partnersuche eher schlecht. Nacktfotos an Wildfremde zu verschicken ist auch so eine Sache. Ein Foto in Badehose oder Bikini sollte eigentlich genügen, um zu erkennen ob alles da ist wo es sein sollte.
Welches Foto wählen? Die Antwort lautet: Ein professionell gemachtes. Viele Fotostudios haben sich heute auf erotische Fotografie für Singlebörsen spezialisiert. Das kostet Geld, aber das ist es wert. Man hat zwar Fotos, aber meist ist man nicht ganz vorteilhaft dargestellt. Das Geburtstagsbild sieht nett aus, aber es steht natürlich die Bierflasche mit darauf, die Freunde machen Hasenohren u.s.w.. Man kann heute sogar schon mit Handys Fotos schießen, aber die schauen auch entsprechend schlechter als die von einer Profikamera aus. Es fehlt an der idealen Ausleuchtung, das Posieren, am Hintergrund und einfach auch die Erfahrung mit Fotografie. Geheimtipp ist die Schwarzweißfotografie auf der ein Körper richtig gut zur Geltung kommen kann. Was für Inserate ohne Foto nicht schlecht ist zu erwähnen ist, dass man gerne unverfängliche Fotos per E-Mail nachreicht. Letztlich liegt es an Dir, ob Du mit Fotos bei der Partnersuche arbeiten möchtest.

Erreichbarkeit

Das Kommunikationszeitalter bietet viele verschiedene Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu treten und ebensoviele Fettnäpfchen. Heutzutage ist es ratsam, den privaten und intimen Bereich vom geschäftlichen und gesellschaftlichen Bereich zu trennen. Man legt sich üblicherweise eine eigene E-Mailadresse für private und intime Zwecke an. Für den Namen dieser E-Mailadresse gilt im Grunde dasselbe wie für die Wahl von Nicknamen. Einige Kontakte werden gerne telefonieren wollen. Auch hier empfiehlt sich eine eigene Telefonnummer für intime Kontakte. Eine Telefonkarte zum Aufladen für das Handy ist dafür ideal. Wenn man nicht mehr angerufen werden möchte von den Internetbekanntschaften - einfach Telefonkarte aus dem Handy raus und es ist im wahrsten Sinne des Wortes Ruhe. Man kann auch über einen Kopfhörer mit Mikrofon über den PC sprechen. Dies ist jedoch qualitativ schlechter als die Telefonvariante. Bei Internetkameras oder „Webcams" kann mitgeschnitten werden. Also aufpassen, was Du vor der Kamera machst, Du wirst vielleicht abgespeichert. Adressen tauscht man erst ganz zum Schluss am besten nach einem Treffen auf neutralem Boden, einem Café zum Beispiel aus.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 15. März 2009 )
 
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