Umfrage

Würdet Ihr gegen G20 demonstrieren, wenn sich gewaltbereite Chaoten angemeldet haben?

Ja
1 (11.1%)
Nein
4 (44.4%)
Ich würde nicht gegen G20 demonstrieren
4 (44.4%)
Ist mir egal
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 9

Autor Thema: Welcome to Hell  (Gelesen 611 mal)

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Offline Pat

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Welcome to Hell
« am: 06.07.2017 16:18:19 »
G20-Treffen in HH am Wochenende

Es ist ja ein verbrieftes Recht zu demonstrieren.
Aber die da oben sprechen von bis zu 8000 gewaltbereiten Demonstranten. Gemeint kann damit sein, dass Menschen Eier und Tomaten dabei haben, oder eben, dass sie in zerstörerischer und menschenverachtender  Absicht - oder irgendetwas dazwischen - ihren "Spaß" haben wollen.
Für mich, die keinen schwarzen Gürtel hat, ist es keine Frage: Ich gehe der Gefahr aus dem Weg. Aber richtig ist das nicht, denn schlimmstenfalls sind solche gewaltbereiten Chaoten gekauft, um Demos zu verbieten.

Wie steht ihr dazu?
Nichts ist so sehr für 'die gute alte Zeit' verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis.

(Anatole France)

Offline Manfred

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #1 am: 06.07.2017 17:32:12 »
Ehrlich gesagt habe ich die Frage nicht verstanden.. :-\

Offline Pat

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #2 am: 06.07.2017 17:39:39 »
Mein Mann versteht mich nicht mehr...  :'( :'( :'(
Das Forum hatte meine Frage geklaut! Nun isse wieder da.
Nichts ist so sehr für 'die gute alte Zeit' verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis.

(Anatole France)

Online Lilli

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #3 am: 06.07.2017 18:38:22 »
Gewaltbereite Chaoten haben sich doch bereits angemeldet, sie wohnen in den besten Hotels und wenn sie nur mit Tomaten werfen würden, wäre ich schon glücklich.
Putin, Trump und Co haben noch ganz andere Waffen als Ketchup.
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Offline carsten

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #4 am: 06.07.2017 21:36:01 »
Ja, einige Gipfelgäste sind nicht gerade lupenreine Demokraten. Aber es ist besser, wenn die reden, als wenn sie nicht reden.
Ein guter Mann bleibt immer ein Anfänger

Offline Pat

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #5 am: 07.07.2017 06:53:15 »
In HRinfo wurde gesagt:

Eure Ergebnisse sind unsere Hölle - und daher der Slogan "Welcome to Hell"

So kann man den Slogan eher nachvollziehen, finde ich. Globalisierungsgegner gibt es schon eine Menge.
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(Anatole France)

Online Lilli

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #6 am: 07.07.2017 14:25:54 »
Aktuell:

G20
7.7.17
Altona brennt, Autos und Häuser. Menschen sind auf den Gleisen. Bahnen fahren nicht.
Es wird eng.
Kurz nach 11 habe ich Schluss gemacht, alle heim geschickt. Wer Glück hat, kommt noch nach Hause. Wer mit dem Auto ins Zentrum gefahren ist, dem ist das passiert, was vorraussehbar war. Sperren, es geht nicht vor und zurück. Gestern wurden manche Autofahrer 4 Stunden eingesperrt, bis sie weiter fahren konnten. Ab abends sogar 11 Stunden. Die Leute sind ausgestiegen, haben die Autos genau dort stehen lassen, sind zu Fuß gegangen.
Kindergärten sind mit Natodraht umspannt worden. Wer aus dem Wohngebiet konnte, verließ die Stadt.
Nachts wurden Geschäfte in der Schanze, Hafen (Brennpunkt), aber auch Osterstraße (normales Wohngebiet) demoliert. Zahlreiche Autos brennen. Man sieht den schwarzen Qualm weit.

Querschläger versauen allen Parteien die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. Furchtbar!
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Offline arne.n

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #7 am: 07.07.2017 14:52:50 »
Ach, ist doch alles halb so wild. Das sind doch nur "Aktivisten" von "NGOs", die "weitgehend friedlich" "demonstrieren", wie es bei solchen Gelegenheiten immer in der Presse heißt.

Was auch immer schön ist: "Es flogen Steine." oder "Es brannten Mülltonnen und Autos." Klar, was Steine, Mülltonnen und Autos halt so machen, wenn sie nichts besseres zu tun haben. Geworfen oder angezündet hat sie ja offensichtlich niemand.

Vielleicht wurden sie ja "provoziert", das ist ja auch immer die allgemeine Rechtfertigung für linke Gewalt "weitgehend friedliche Kundgebungen".

Gab es im alten Forum nicht mal einen Kotzsmilie? Der wäre jetzt ganz praktisch...
(=)(=)

Offline Dark Werner

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #8 am: 07.07.2017 16:49:59 »

Es ist ja ein verbrieftes Recht zu demonstrieren.

Vollste Zustimmung meinerseits
Zitat
Aber die da oben sprechen von bis zu 8000 gewaltbereiten Demonstranten. Gemeint kann damit sein, dass Menschen Eier und Tomaten dabei haben, oder eben, dass sie in zerstörerischer und menschenverachtender  Absicht - oder irgendetwas dazwischen - ihren "Spaß" haben wollen.

Das sind in  meinen Augen keine Demonstranten sondern  durchgeknallte "erlebnisorientierte Krawalltouristen", z.B. auch aus Griechenland, 'KIrtalien und Frankreich .

Ich habe Respekt vor Demonstranten, welche auf friedlichen Weg für ihre Sache eintreten. Aber das Vorgehen der "erlebnisorientierte Krawalltouristen" stellt meiner bescheidenen Meinung NoGo dar.

Die Ursache für die Esklation liegt aber bei allen Beteiligten…

- Der Hamburger Bürgermeister und Dauergrinse-Männchen Scholz versucht es zwar es schönreden,  aber Fakt ist es, das es eine Zumutung darstellt, dass ein solches Treffen in einem Stadtteil mit einem hohen linksorientierten Stadtbezirk stattfindet. Und in der Folge auch Großteil der Hamburger Bevölkerung wegen diesen Treffen  Einschnitte in in ihrer Grundrechten  hinnehmen mußten /müssen.

- Der Rechtsbruch durch den 'Hamburger Senat, in dem er am Wochenende davor trotz Erlaubnis durch das Verwaltungsgericht  den Aufbau eines Camps    unterband.

- Der Einsatzleiter der Polizei ist als Hardliner bekannt und ist deswegen kein Unbekannter.

- Bei den   "Demonstranten", welche sich weigerten ihre Vermummung zu entfernen und  Straftaten inkl. Angriffe gegen Leib und Leben unternahmen.   

 Wer gegen G20 auf die Straße geht kann man z.B. diesen Video entnehmen: http://www.zeit.de/video/2017-07/5492885743001/kurz-erklaert-wer-gegen-g20-auf-die-strasse-geht

Zitat aus dem NDR-Blog:
"Mehrere NDR Reporter vor Ort berichten übereinstimmend, dass von den Demonstranten zunächst keine Gewalt ausgegangen sei. Allerdings haben tatsächlich viele Mitglieder des "schwarzen Blocks" ihre Vermummung nicht abgelegt. Zuvor soll es Absprachen zwischen Polizei und Demo-Veranstaltern gegeben haben, wie viel Vermummung für die Polizei hinnehmbar ist. Offenbar konnte man sich bei diesen Gesprächen nicht einigen. Dann gab es offenbar einen einzelnen Flaschenwurf eines anscheinend angetrunkenen Mannes, den Demonstrationsteilnehmer selbst von der Menge isolierten. Nach NDR Informationen gab es auch im "schwarzen Block" Ansagen, keine Gegenstände auf die Polizei zu werfen und eine Eskalation zu vermeiden. Die von der Polizei geforderte Trennung der Demonstranten vom "schwarzen Block" gestaltete sich schwierig. Die Demonstranten fühlten sich faktisch von mehreren Seiten eingekesselt."
Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/G20-Liveblog-Erst-Randale-jetzt-wird-es-ruhiger,liveticker542.html


Ich wohne auf St. Pauli und arbeite auf St. Georg, die Verbindung mit der S-Bahn klappte problemlos und gestern gegen 16:0 Uhr konnte man auf dst. Pauli bei Sonnenschein eine merkwürdig ruhige Stimmung spüren.  Es gab und - auch heute noch) Parkplätze ohne Ende und einige Läden  haben ihre Fenster verbarrikadiert bzw. zumindest teilweise geschlossen.

Und auf den Hamburger Straßen kann kann man heute praktisch überall picknicken ;) .     
« Letzte Änderung: 07.07.2017 16:53:27 von Dark Werner »
liebe Grüße

Werner

Online Lilli

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #9 am: 07.07.2017 20:41:19 »
Die Straßenschlachten  gehen weiter...leider.... Linienbus ist angegriffen worden. Nicht schön.

Andererseits fährt die Polizei eine unglaublich harte Linie. Sie haben wohl order gekriegt, durchzugreifen. Auch an Stellen, wo es nicht so angebracht wäre, meines Erachtens. Da wurden auch so einige Grundrechte verletzt
Auf beiden Seiten.
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Offline Bernard

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« Antwort #10 am: 08.07.2017 15:44:09 »
Ich denke diese Eskalationen sind gewollt und provoziert. Warum greift die Polizei sonst bei vermummung in Demos hart ein lässt aber Plünderung und Brandschatzung zu ?

 Letzendlich stören und mindern Radikale und Polizei nur den friedlichen Protest. Denn die guten Leute bleiben einfach aus Angst zu Hause.

Wer sagt ich bin, hat schon etwas verloren.

Offline Federball

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #11 am: 09.07.2017 15:12:23 »
Schade, dass es so ausgeht. Was mich immer wundert ist, dass vor allem der informelle Nutzen dieser Treffen gepriesen wird. Heute im Presseclub in etwa, ja die kennen sich dann ja und trinken Kaffee miteinander... . Das mag ja positiv sein, aber reicht das? Und wenn man das nicht macht drohe ja der Konflikt. Droht der, wenn sich die Politiker persönlich begegnet sind weniger oder gar nicht mehr?
Klar das ist schon Prestige, wenn das in Hamburg stattfindet, aber es ist auch ein schwierigeres Umfeld, als im unzugänglichen Schloss Elmau in Bayern. Da konnte man sich ja auch annähern.
« Letzte Änderung: 09.07.2017 15:14:10 von Federball »

Offline Dark Werner

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #12 am: 13.07.2017 18:20:51 »
Moinsen,

durch die Krawalle sind leider die friedlichen G20-Proteste in den Medien mehr oder minder untergangen:

Siehe z.B. https://vimeo.com/224844323 oder https://vimeo.com/224458051 (1000 Gestalten).


liebe Grüße

Werner

Online Lilli

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« Antwort #13 am: 13.07.2017 19:30:55 »
Es ist wie immer: ein faules Ei vermiest allen anderen den Salat.
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Offline Viktor

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Antw: Welcome to Hell
« Antwort #14 am: 16.07.2017 16:36:34 »
Ich persönlich sehe keinen Grund um gegen die G20 zu demonstrieren. Um globale Probleme gemeinsam lösen zu können, braucht es die Zusammenarbeit aller Kontinente und Länder.

Was die Globalisierung betrifft, so kann man hier geteilter Meinung sein. Immerhin hat die  Globalisierung die Ungleichheit weltweit verringert, indem vor allem in China, Indien und Brasilien Millionen von Menschen aus der Armut in die Mittelschicht gehoben werden konnten. Sicher gibt es diesbezüglich aber auch noch erheblichen Verbesserungsbedarf. Ich denke da insbesondere an die normalen Angestellten in unseren Industrienationen, welche in den letzten 20 Jahren reale Lohneinbussen in Kauf nehmen mussten, während die Reichen im gleichen Zeitraum massive Zuwachsraten hatten.
Wer nicht will findet Gründe. Wer will findet Wege.